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[08]Anleitungen & News

Ich habe eine native Link-App für mehrere Geräte und Plattformen gebaut — wann Sync sich wirklich lohnt

Aktualisiert [blog]

Gerade etwas Interessantes gefunden, das ich mir für später merken will

Stell dir die Situation vor: du liest im Zug oder im Bus auf dem Handy interessante Artikel oder Code-Repos. Du willst dir einen Artikel, den du gerade gesehen hast, für später merken oder ihn in der täglichen Arbeit brauchen.

Der Schmerz, es wiederzufinden: „Wo habe ich den Link abgelegt …?“

Wie kann ich Links und Dateien schnell speichern, ohne den Kontext zum Artikel oder zum Repo hinter dem Link zu verlieren? Ich kann mir eine E-Mail oder eine Chat-Nachricht schicken, oder ich kopiere den Link in irgendeine Lesezeichen-App.

Aber der Link allein ist für mich keine Lösung, und die Information später wiederzufinden ist mühsam. Mir fehlen Kontext, Zusammenfassung, Titel oder Kategorie für die gespeicherten Links und Quellen!

Der Weg zu meiner Lösung

Nach etwas Recherche und Tests mehrerer Apps und Dienste habe ich kein Werkzeug gefunden, das mir hilft, verlinkte Informationen nützlich und einfach zu ordnen.

Ich habe angefangen, meine eigene App zu entwickeln, um Artikel, Video-Links, Git-Repos und Bilder zu speichern und zu verwalten. Titel, Zusammenfassung und Kategorien kann ein KI-Modell ausfüllen, wenn du das erlaubst.

Für eine einfache Bedienung, und damit ich Links und Dateien schnell aus jeder App speichern kann, brauchte ich eine gute Idee. Meine Lösung ist die Teilen-Funktion, die im Betriebssystem schon drin ist. Es ist ein sehr einfacher Weg: Teilen drücken, die LinkVault-App wählen, und der Link oder die Datei wird automatisch gespeichert. Zusammenfassung und Kategorie kommen dazu, wenn du die KI-Verarbeitung erlaubst.

Meine erste App habe ich als Offline-Version gebaut. Das heisst: die Bibliothek lag auf dem Gerät und war über das Backup des Geräts gesichert. Kein Konto und keine Synchronisation. Die KI-Verarbeitung der Links war schon dabei, aber nur wenn du sie erlaubst.

App-Ökosystem und Veröffentlichung

Nach einer Weile haben Freunde meine App gesehen und wollten sie auch. Mein neues Ziel war eine Version für mehrere Plattformen, mit Synchronisation über mehrere Geräte. Das war die nächste Herausforderung, vor allem eine wirklich belastbare Synchronisation. Jetzt deckt das Ökosystem Apple iOS, macOS, Google Android, eine Chromium-Erweiterung, Microsoft Windows, eine Edge-Erweiterung und eine Progressive Web App (PWA) ab.

Mehrsprachigkeit

Ich bin als Schweizer mehrsprachig aufgewachsen, und für uns ist Mehrsprachigkeit in Webseiten oder Apps normal. Schon in der ersten Version hatte ich mehrere Sprachen vorgesehen, die ich während der Entwicklung immer weiter ausgebaut habe. Das gipfelte in den Kategorien, die jetzt zentral und mehrsprachig auf dem Server gepflegt werden. Das heisst: die Kategorien werden in der eingestellten Sprache der App dargestellt. So erscheint zum Beispiel ein Rezept-Link in der englischen App in der Kategorie „Recipes“ und in der deutschen App in „Rezepte“.

Konto, Bibliothek und Synchronisation

Mit mehreren Geräten ist es wichtig, dass die gespeicherten Daten auf allen Geräten verfügbar sind. Da lohnt sich die Synchronisation. So sind alle Informationen in all meinen Arbeitssituationen jederzeit verfügbar, ob im Browser, auf einem beliebigen Gerät oder in der App.

Damit die Synchronisation über mehrere Geräte möglich wird, brauchte ich einen festen Anker für alle Daten, ein sicheres Backend, das zuverlässig skaliert, und ein flexibles Login, auf dem das aufbaut. Jeder Benutzer, der synchronisieren will, hat ein Konto und einen Login. Das Konto steht für die Bibliothek der Links und Dateien. Um Supportfälle klein zu halten, nutze ich Login-Dienste von Drittanbietern: Apple und Google.

Öffentlich in die Stores

Ich habe mich am Ende entschieden, alle Apps in die Stores zu bringen und eine anständige Marketing-Seite zu bauen: LinkVault Professional.

Wie du dir denken kannst, hat das länger gedauert, als ich erwartet habe. Ich arbeite noch an den Store-Reviews, an der Darstellung der Apps und an den ersten Schritten für neue Nutzer. Da bleibt immer Arbeit, die nichts mit Technik zu tun hat.

Mehrere Logins, ein Konto, eine Bibliothek

Rückmeldungen von anderen Benutzern haben mir gesagt: es wäre nützlich, mehrere Logins auf mehreren Geräten zu haben, die dasselbe Konto und dieselbe Bibliothek teilen. So sind die verknüpften Logins entstanden.

Du kannst jetzt mehrere Logins nutzen, die dasselbe Konto und dieselbe Bibliothek teilen. Das Schwierige war die Menge der Fälle, die ich beachten musste. Zum Beispiel unabhängig an- und abmelden, einen verknüpften Login für sich zum Konto hinzufügen oder entfernen, oder der Fall, dass ein Login schon ein Konto hat und du die Bibliotheken zu einem verknüpften Konto und einer Bibliothek zusammenführst.

Team-Arbeitsbereiche

Mit der Einführung der verknüpften Logins und der geteilten Bibliotheken als Basis konnte ich die Team-Funktionen einbauen. Diese geteilten Bibliotheken nenne ich Arbeitsbereiche. Die Benutzer mit ihren Berechtigungen nenne ich Team und Teammitglieder. Die Links und Dateien bekamen zusätzliche Eigenschaften, damit sie zu einem Arbeitsbereich gehören, plus Funktionen zum Kopieren oder Verschieben in die Arbeitsbereiche. Die Verwaltung des Teams und das Einladen von Teammitgliedern habe ich nicht vergessen.

Mit den Team-Funktionen konnte ich einen echten Mehrwert gegenüber anderen Tools erzielen. Das ist für mich ein richtiges Alleinstellungsmerkmal. In einem Team teilt und verwaltet man die Inhalte der Gruppe. Zum Beispiel habe ich einen Rezepte-Arbeitsbereich erstellt, den ich mit meiner ganzen Verwandtschaft als Team teile. Jeder Benutzer darf eigene Rezept-Links, Dokumente oder fotografierte Rezepte im Team hinzufügen.

Technisch habe ich bei der Eigentümerschaft, zusammen mit der Synchronisation, echte Herausforderungen erlebt. Ebenso knifflig waren Beitritt und Austritt von Teammitgliedern. Zum Beispiel: wenn die Eigentümerin oder der Eigentümer ein Team schliesst, was soll mit den Links passieren? Für die Mitglieder nur noch lesbar lassen, sie entfernen, oder die Mitglieder die geteilten Links in die eigene Bibliothek übernehmen lassen? Da sind viele Fälle, die man unterstützen und bauen muss.

Ein wenig Hintergrund zur Datenhaltung

Was ein Link oder eine Datei enthält

Links oder Dateien werden mit diesen Eigenschaften gespeichert:

  • Titel. Bei einem Link kommt er von der Seite und kann von der KI angepasst werden.
  • URL. Der direkte Link auf die Seite oder den Artikel. Bekannte Umleitungen, etwa ein Teilen-Link, werden aufgelöst, und gespeichert wird die Ziel-Adresse. Tracking-Parameter zählen nicht mit, wenn die App prüft, ob derselbe Link schon vorhanden ist. Bei einer Datei zeigt der Eintrag auf die Datei selbst.
  • Inhalt. Das ist der extrahierte und formatierte Gesamttext des Artikels. Bei einem Foto wird der Text über OCR ausgelesen. Selbstverständlich kannst du den Text auch selbst schreiben oder ändern.
  • Kategorie, angezeigt in der eingestellten Sprache der App.
  • Tags
  • Der Arbeitsbereich, also wohin der Eintrag gespeichert wird. Im Normalfall ist das die eigene Bibliothek.
  • Privater Link, als Selbstschutz. Der Eintrag geht nicht an die KI und wird nicht mit dem Team geteilt.
  • Zusammenfassung. Sie wird von der KI erstellt und erscheint auf der Detailseite.

Sobald ein Link oder eine Datei für die KI-Verarbeitung erlaubt und verarbeitet wurde, kann sich der Titel ändern. Kategorie und Tags werden ergänzt. Aus dem Text oder aus einem QR-Code können weitere Links entstehen. Die stehen als extrahierte Links im Eintrag.

Neue Links und neue Dateien haben getrennte Vorgaben. Neue Dateien sind standardmässig privat, neue Links sind es nicht.

Grenzen

  • Die Android-App braucht Android 12 oder neuer.
  • Die native Windows-App ist noch im Review. Sobald sie freigegeben ist, ergänzen wir die Produktseite um die Links zum Microsoft Store.

Die Apps

Installieren: linkvault.pve.ch/de/apps

Nachsatz (PS)

Ich hoffe, dir gefällt diese Geschichte, wie LinkVault Professional entstanden ist, und vielleicht gefallen dir die Apps. Sag mir deine Ideen, und wie diese App für dich und für mich besser werden kann.

Frag immer echte Personen, wenn du echte Antworten willst. Nutze KI als Werkzeug, nicht als Gott.

Dieser Text ist zu 100 % vom Autor P.Groner geschrieben.

Ich habe eine native Link-App für mehrere Geräte und Plattformen gebaut — wann Sync sich wirklich lohnt — LinkVault